Case - wie Kultur in öffentlichen Verwaltungen zum stärksten USP wird

Employer Branding aus der Tiefe, wie Kultur zum stärksten USP wird
Ein Praxisbeispiel aus einem Kulturprojekt von Meuli & Partner Hr Services

Viele öffentliche Verwaltungen stehen vor derselben Herausforderung wie KMU's:
Sie möchten als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen werden, authentisch, glaubwürdig und zukunftsfähig. Die erste Idee: eine neue Website, ein Arbeitgeberlogo, eine Imagekampagne oder ein aufgefrischter Benefits-Katalog. Also ähnlich wie auch KMU's.

Doch all das greift zu kurz. Denn eine starke Arbeitgebermarke wird nicht gestaltet, sie wird gelebt.

Design kann nach aussen vieles polieren. Aber schafft es auch Verbundenheit, senkt Fluktuation oder stärkt das Miteinander im Team? Die Erfahrung bei der Gemeinde Maur ZH zeigt: Nur Kulturarbeit schafft echte Wirkung.

Die Ausgangslage

In einer Zürcher Gemeinde wurde genau diese Herausforderung spürbar:
Schwierigkeiten bei der Erklärung, wer sie wirklich sind, nicht optimale Entwicklung bei der Bewerberzahl, fehlende Einigkeit in der Führungshaltung und sehr verschieden funktionierende Bereiche.


Der Gemeindeschreiber und das HR haben erkannt, dass es mehr als Werbung braucht. Allerdings hat die reine Definition von Werten auch nicht den gewünschten Effekt gebracht. Deshalb holte die Gemeinde Meuli & Partner HR Services an Bord.
Der Ansatz: Kein Branding, das beschönigt, sondern Kultur und Werte, die tragen und im Alltag gelebt werden.  

Der Weg

Anstatt weitere Benefits auf der Homepage zu publizieren, startete Meuli + Partner HR Services gemeinsam mit dem Kaderteam einen strukturierten Kulturprozess, der speziell für öffentliche Verwaltungen und die verschiedenen Bereiche angepasst ist. Den gerade die Verschiedenartigkeit der Bereiche in Prozessdenken, Handhabung, Vorgaben etc. macht den grossen Unterschiede zu KMU's in der Privatwirtschaft.

In Workshops wurden zentrale Fragen geklärt:

  • Wofür stehen unsere Werte konkret?
  • Welche Haltung wollen wir stärken, und welche Verhaltensweisen verändern?
  • Wie soll sich Arbeiten in dieser Gemeinde anfühlen?
  • Wie können wir alle Bereiche mitnehmen und dennoch die Unterschiede in den Bereichen zulassen?  

Es entstand kein Hochglanzkonzept, sondern ein lebendiges Kulturverständnis, das Schritt für Schritt in Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit verankert wurde und laufend noch wird.

Der Prozess mit Meuli & Partner HR Services

1. Klarheit schaffen
Werte wurden nicht als Schlagworte definiert, sondern als konkrete Anker im Alltag: in Führungssituationen, im Umgang mit Bürgerinnen und Bürgern und in der Zusammenarbeit mit Mensch und Technik.  

2. Kultur leben und Dialog fördern
Bereichsübergreifende Anlässe, Informations- und Austauschrunden und moderierte Reflexionsformate stärkten Verständnis, Gemeinsamkeit und Energie im Miteinander.

3. Kultur sichtbar machen
Übersetzung in die Kommunikation nach innen und aussen, in Prozesse und in die verschiedenen Rituale – authentisch, ungekünstelt und pragmatisch.

Schon beim ersten Kontakt spüren Bewerbende, wofür diese Gemeinde steht, die Passung von Kandidaten steigt und Workshops im Kaderteam haben eine neue Dynamik erhalten. Die gelebte Kultur zeigt langsam Wirkung: nach innen, wie nach aussen. Die Transformation nimmt ihren Lauf.  

Starke Arbeitgebermarken entstehen nicht durch Marketing. Sie entstehen dort, wo Organisationen sich ehrlich mit sich selbst auseinandersetzen und ihre Kultur konsequent leben. Es ist das Ergebnis von viel Arbeit, klarer Haltung, wirksamer Führung und echter Zusammenarbeit.  

Kulturarbeit ist kein “soft Factor”, sondern bringt harte Fakten…

  • senkt Fluktuation und Rekrutierungskosten,
  • stärkt Engagement und Leistungsfähigkeit,
  • macht Organisationen resilient, glaubwürdig und innovationsfähiger.

Und: Sie braucht Zeit.  



Auch bei der Gemeinde Maur im Kanton Zürich ist unser Kulturprozess noch nicht abgeschlossen. Führungsteams lernen, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln, Feedback zu leben und die Kultur aktiv zu gestalten.

Employer Branding aus der Tiefe bedeutet: Nicht erzählen, wie man sein möchte, sondern sich bewusst machen und zeigen, wer man ist und woran man als Team arbeitet.  

Oder wie Christoph Bless, Gemeindeschreiber Gemeinde Maur, nach einem Workshop formulierte: “Früher haben wir über Arbeitgeberattraktivität gesprochen. Heute leben wir sie.“  

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